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e.poesie
elektronische Musik & zeitgenössische Dichtung

fünf Uraufführungen beim
poesiefestival berlin
2007

28. Juni 2007
Kesselhaus, Kulturbrauerei, Prenzlauer Berg

 

 

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Gerhard Rühm beim poesiefestival 2007 - Full Circle                 

 

tour de trance
Klang und Video Performance/Installation 
von Mario Verandi
   und   Monika Rinck
Video Börries Müller-Büsching

Skubriocha “A tumult of the voice, please”
Sound poetry
Valeri Scherstjanoi  Computer music David Kiers

Full Circle (2007)
mit Gedichten von Gerhard Rühm für Sprecher und 4-Kanal Audio
Sprecher Gerhard Rühm, Live-Elektronik
Robin Minard

Saat
Mark Polscher  und  Oswald Egger

Telegramm von einer See
Komposition für Viola, Sprecher und Live Elektronik
Text
Ron Winkler  Komposition Ana Maria Rodriguez
Viola Kirstin Maria Pientka

 

 

kuratiert von Andreas Rochholl

 

 taz - 03. 07. 2007 von Andreas Resch:  

"... Dass Lyrik - sobald sie in Verbindung mit Musik oder anderen Medien in Erscheinung tritt - äußerst publikumswirksam ist, hat sich in der Tradition des Poesiefestivals schon seit Längerem herauskristallisiert. So war auch das "e.poesie"-Konzert am Donnerstag restlos ausverkauft. Besonders interessant an solchen Hybridformen ist, ähnlich wie bei der digitalen Poesie, das Spiel mit gegenläufigen Bewegungen und Stimmen.
In der Klangdichtung "Skubriocha" vermischte sich Valeri Scherstjanois Mundraumakrobatik mit den knisternden Geräuschen des niederländischen Komponisten David Kiers. Mal traten sie ein in ein erhellendes Zwiegespräch, mal verstärkten sie einander, was sich mitunter wie eine Mischung aus Schwitters "Ursonate" und den Stimmexperimenten eines Mike Patton anhörte. Auch Monika Rincks und Mario Verandis Performance "tour de trance" zeigte, wie beglückend es sein kann, wenn der intermediale Dialog gelingt. Da ertönten vom Band Fragmente eines Rinck-Gedichts, "der reißende Raum, präzise und zärtlich vergiftet", unterlegt von sanft blubbernden Sounds, die Verandi in Echtzeit mittels eines mit Tonabnehmern versehenen Aquariums erzeugte. Darin schwammen Papierschnipsel mit Stücken aus Rincks Poem, die gefilmt und auf eine Leinwand projiziert wurden. Sie interferierten mit den Wörtern, welche durch den quadrofonisch beschallten Raum schwappten: "Wie sich alles drehte, wiederholte, dehnte / und rotierte." ..."

 

Eine Kooperation der Literaturwerkstatt Berlin, Zeitgenössischen Oper Berlin und Kadmos Produktion.
Mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft von Kanada, die Vertretung der Regierung von Québec, den Canada Council for the Arts / Conseil des Arts du Canada, den Conseil des Arts et des Lettres du Québec, das Berliner Künstlerprogramm des DAAD und den Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI; Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds

alle Fotos © gezett  

© 2007 Kadmos Produktion